Weihnachtsbratwurst zubereiten
Die Weihnachtsbratwurst ist gebrüht, also schon gegart. Beim Zubereiten geht es nur um zwei Dinge: Sie soll innen heiß sein und außen eine goldene Kruste haben. Dafür braucht es drei Schritte und etwa 25 Minuten. Alles andere auf dieser Seite sind die Fehler, die man dabei machen kann, und wie du sie vermeidest.

Die drei Schritte
1. Ziehen lassen, 10 Minuten, 80 Grad
Wasser in einem Topf erhitzen, bis es dampft und kleine Bläschen am Boden stehen. Das sind etwa 80 Grad. Topf vom Feuer oder Hitze ganz klein, Würste hinein, 10 Minuten. Sie werden dabei durchgewärmt und der Darm entspannt sich. Kochendes Wasser lässt den Naturdarm platzen und zieht Geschmack aus der Wurst. Ein Thermometer hilft, ist aber nicht nötig: Wenn es blubbert, ist es zu heiß.
2. Trocknen und in Mehl wälzen
Die Würste herausnehmen und mit Küchenpapier abtupfen. Dann in einem tiefen Teller mit Weizenmehl wälzen und das überschüssige Mehl abklopfen. Das Mehl bindet die restliche Feuchtigkeit und gibt in der Butter die feine Kruste, die diese Wurst von jeder anderen unterscheidet. Ohne Mehl wird sie auch braun, aber weich.
3. In Butter braten, mittlere Hitze
Reichlich Butter in einer großen Pfanne zerlassen, 60 Gramm für acht Würste sind nicht zu viel. Die Würste hinein, mittlere Hitze, rundum goldbraun braten, etwa 8 Minuten, dabei drei- oder viermal wenden. Die Butter darf bräunen, sie darf nicht schwarz werden. Zum Schluss die Bratbutter über die Würste auf dem Teller geben.
Die Fehler, die alle machen
- Kochen statt ziehen. Der häufigste Fehler. Die Wurst platzt, das Wasser wird trüb, der Geschmack ist weg.
- Anstechen. Manche stechen Würste an, damit sie nicht platzen. Bei einer gebrühten Wurst im Naturdarm ist das überflüssig und schadet: Der Saft läuft raus.
- Zu heiße Pfanne. Bei großer Hitze ist das Mehl dunkel, bevor die Wurst innen heiß ist. Mittlere Hitze, Geduld.
- Zu wenig Fett. Die Kruste braucht Butter. Ein Teelöffel reicht nicht.
- Direkt aus dem Kühlschrank in die Pfanne. Dann ist sie außen fertig und innen kalt. Deshalb das Ziehen.
- Deckel auf der Pfanne. Unter dem Deckel wird die Kruste weich. Offen braten.

Zeitplan für den Heiligen Abend
Für vier Personen, Essen um 18 Uhr:
- Vormittag oder Vortag: Specksauerkraut kochen. Es wird beim Aufwärmen besser.
- 17:00: Kartoffeln schälen und aufsetzen.
- 17:30: Sauerkraut aufwärmen, Wasser für die Würste erhitzen.
- 17:40: Würste ziehen lassen. Kartoffeln abgießen und stampfen.
- 17:50: Würste wälzen und braten.
- 18:00: Alles auf den Tisch, Bratbutter über die Würste.
Beilagen
Klassisch sind Specksauerkraut und Stampfkartoffeln, in vielen Familien Kartoffelsalat. Senf gehört auf den Tisch, mittelscharf. Dazu ein dunkles Bier oder ein trockener Weißwein, die Zitrone in der Wurst mag beides. Rezepte für Kraut, Stampf und fünf weitere Varianten stehen auf der Rezeptseite.
Für viele Gäste
Bei zehn oder mehr Leuten wird die Pfanne eng. Dann: Würste ziehen lassen, wälzen, in einer großen ofenfesten Form mit Butterflocken bei 200 Grad 20 Minuten backen, einmal wenden. Nicht ganz so knusprig wie aus der Pfanne, aber alle essen gleichzeitig.
Vom Grill
Geht auch im Dezember. Würste ziehen lassen, abtrocknen, dünn ölen, bei mittlerer Hitze auf den Rost, mehrfach wenden, nicht einstechen. Mehl weglassen, das verbrennt auf dem Grill.
Reste
Gebratene Würste halten im Kühlschrank zwei Tage. Kalt aufgeschnitten aufs Brot, oder am zweiten Feiertag in die Pfanne mit dem restlichen Kraut. Was zur Haltbarkeit sonst wichtig ist: Haltbarkeit und Lagerung.
Die Weihnachtsbratwurst, 8 × 100 g
Nach altem Görlitzer Rezept, gebrüht im Naturdarm, mit Zitrone. Gekühlt geliefert, nur zur Weihnachtszeit, nur in Deutschland.
€18,99€23,74 / kg · inkl. MwSt.
Zur WeihnachtsbratwurstLesen, bevor du kaufst.

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